Sonderfahrten sind die besonderen Ausbildungsfahrten auf Autobahn, Überland und bei Nacht. Früher galt: Jeder Fahrschüler muss genau 12 dieser Fahrten absolvieren – unabhängig davon, ob er nach 8 schon sicher war oder nach 15 noch üben musste. Das Problem: Die starre Zahl ignorierte deine individuellen Fähigkeiten. Manche brauchen mehr Praxis auf der Autobahn, andere weniger.
Was gilt stattdessen ab 2027?
Die Reform reduziert die Pflicht-Sonderfahrten von 12 auf 3. Dein Fahrlehrer entscheidet gemeinsam mit dir, wie viele Fahrten du wirklich brauchst. Bist du nach 2 Fahrten schon sicher auf der Autobahn? Dann reicht das. Brauchst du mehr Übung bei Nacht? Dann bekommst du sie. Die Entscheidung orientiert sich an deiner Kompetenz, nicht an einer starren Zahl.
Was bedeutet das für deine Führerscheinausbildung?
Weniger Pflicht heißt nicht weniger Qualität. Das Prüfungsprotokoll stellt sicher, dass du alle relevanten Situationen beherrschst – egal wie viele Fahrten du gebraucht hast. Der Vorteil: Du bezahlst nur für die Fahrstunden, die du auch brauchst. Die Einsparung kann mehrere hundert Euro betragen.